Di., 07.02.2017

Sporthalle gehört wieder dem Sport

. . . und der Ball klemmt noch immer auf dem Deckenträger

Die schräge Rampe aufwärts ging es für die Schüler in einer der ersten Stunden in der zum Halbjahreswechsel wieder freigegebenen Sporthalle III. Sie diente im vergangenen Jahr als provisorische Flüchtlingsunterkunft.

Die schräge Rampe aufwärts ging es für die Schüler in einer der ersten Stunden in der zum Halbjahreswechsel wieder freigegebenen Sporthalle III. Sie diente im vergangenen Jahr als provisorische Flüchtlingsunterkunft. Foto: Alfred Riese

 

Saerbeck - Die Sporthalle III gehört wieder dem Schul- und Vereinssport. Am Dienstag absolvierte die Klasse 1b mit Lehrerin Lisanne d´Heureuse dort in der ersten Stunde ihre Bewegungsstationen mit Schwungtau, Rollbrettern, Pedalos und schräger Rampe. Was einem Kind gleich auffiel: Der Ball auf dem Deckenträger hoch oben klemmt immer noch fest.

Von Alfred Riese
 
 

Der Tanzraum unter der Halle ist ebenfalls bereits wieder in Benutzung. Der Gymnastikraum wird zurzeit eingeräumt, und auch in den Kraftraum sind die Übungsgeräte wieder zurückgekehrt, müssen aber noch montiert werden. Im Dezember 2015 waren diese Sporträume von der Gemeinde als provisorische Flüchtlingsunterkünfte umgebaut worden.

Mittlerweile ist der Neubau der zu Wohnungen ausgebauten Gewerbehalle an der Raiffeisenstraße in Betrieb. Dort sind aktuell rund 50 Flüchtlinge untergebracht. Am Heckenweg soll im März ein Mehrfamilienhaus fertiggestellt werden, das ebenfalls für Flüchtlinge und anerkannte Asylbewerber vorgesehen ist. Zusätzlich hatte die Gemeindeverwaltung bereits vor einiger Zeit angekündigt, einige der angemieteten Wohnungen weiter halten zu wollen.

2016 waren mit der Nutzung eines Teils der Sporträume zur Flüchtlingsunterbringung die Hallenkapazitäten plötzlich knapper. Schulsport fiel teilweise aus, Trainingstermine mussten verlegt oder gestrichen werden. Der Ausfall der Halle und der Trainingsräume wurde dabei teilweise durch Ausweichlösungen und Umorganisation im Sportclub und zwischen den Schulen ausgeglichen. Die Geräte aus dem Kraftraum zum Beispiel zogen zusammen mit Kursangeboten in den Keller des Pfarrheims St. Georg um, wo die Kirchengemeinde einen Raum zur Verfügung stellte. „Das vergangene Jahr hat gezeigt, wie wir in Zeiten, in denen es enger wird, sehr einvernehmlich zusammengearbeitet haben und zusammengerückt sind“, sagte Sarah Ortmeier , Leiterin der St.-Georg-Grundschule.