Di., 27.06.2017

St.-Georg-Grundschüler sagen: „Lass stecken!“

Ein Tässchen Teer für die Lunge?

 

 Die Viertklässler staunten auch über ein Experiment, bei dem Teer aus einer Zigarette destilliert wurde.

Saerbeck - Jeweils einen ganzen Vormittag pro Klasse nahm sich die Grundschule St. Georg auch in diesem Jahr wieder Zeit für das Thema Suchtvorbeugung in der Jahrgangsstufe vier. Die scheidenden Grundschüler stark machen und rechtzeitig auf die Gefahren des Rauchens hinweisen, war dabei das Anliegen des Projektes „Lass stecken!“, durchgeführt von den Prophylaxefachkräften Christina Tuttmann und Marie van Husen vom Caritasverband.

Gleich zu Beginn waren die Kinder gespannt, was sie alles an diesem Tag erwarten sollte. Und sie staunten über ein Experiment, bei dem Teer aus einer Zigarette destilliert wurde: „Wie viel von dem klebrigen, braunen Zeug in so einer Zigarette steckt!“, war die erkenntnisreiche Feststellung eines Schülers. Auch der Geruch ließ die Schüler ihr Gesicht verziehen: „Ihh – das stinkt, so möchte ich aber nicht riechen!“. Die wichtige Botschaft dabei: „Wer täglich 20 Zigaretten raucht, nimmt in einem Jahr etwa ein Tasse Teer in seiner Lunge auf.“

Rauchermotive erforschen, Alternativen zum Rauchen finden und in Verführungssituationen sicher zu handeln, waren weitere Themen, die von den beiden Caritas-Fachkräften mit den Schülern erarbeitet wurden. Auch ein Rollenspiel fehlte nicht. Dabei spielten die Kinder Situationen nach, in denen sie zum Rauchen verführt werden sollten. Die Viertklässler erfuhren dabei, wie einfach, aber auch wie schwer es manchmal sein kann, „nein“ zu sagen.

„Spätestens mit dem Wechsel auf die weiterführende Schule werden die Schüler mit dem Thema Rauchen in Berührung kommen. Deshalb ist es besonders wichtig, sie zu sensibilisieren und zu stärken“, so Christina Tuttmann zum lobenswerten Engagement der Schule.