Förderverein der St.-Georg-Grundschule mit neuer Vorsitzenden

Ein Nachfolger fehlt noch

Saerbeck - Eine neue Vorsitzende hat der Förderverein der St.-Georg-Grundschule. Die Mitgliederversammlung wählte am Dienstagabend einstimmig Ivonne Lehm­kuhl zur Nachfolgerin von Dorothe Schlüter. Von Alfred Riese

 

Malen wie Piet Mondrian war das Motto der Kreativaktion des Fördervereins, die den Zweitklässler-Karneval ersetzt. Foto: Alfred Riese

 

Sie kam im Jahr 2012 als Beisitzerin in den Vorstand des Vereins, zwei Jahre später wurde sie Vorsitzende. Ihr jüngstes Kind verlässt im Sommer die Grundschule. Als Beisitzer schied Alfred Riese nach sechs Jahren aus. In dieses Amt wählte die Versammlung Fethullah Yaman.

Dem Erledigt-Häkchen bei den Wahlen waren anderthalb Jahre Suche und Vorbereitung vorangegangen. Bereits im Mai 2017 hatte Christina Hölscherklas die Funktion der Zweiten Vorsitzenden übernommen. Ivonne Lehmkuhl lief sich zwölf Monate als Beisitzerin warm. Am Dienstag kündigte die langjährige Kassenführerin Rita Herkenhoff an, mit Ablauf ihrer Wahlperiode 2019 aufhören zu wollen – irgendwann verlassen alle Kinder die Grundschule. Die ausgeschiedene Vorsitzende Dorothe Schlüter bedauert allerdings schon länger, dass es immer schwieriger werde, Eltern zu finden, die ehrenamtliche Aufgaben übernehmen können und wollen.

Der Vorstand des Fördervereins der St.-Georg-Grundschule mit der ausgeschiedenen Vorsitzenden Dorothe Schlüter (vorne, 2. von rechts) und ihre Nachfolgerin Ivonne Lehmkuhl (rechts). Foto: Alfred Riese

Das Programm des Fördervereins ist dabei durchaus umfangreich, wie der Jahresbericht zeigte. Das drängendste Problem hier: Der Verein sucht einen Nachfolger für die Rolle des Heiligen Nikolaus, der sich den roten Mantel überstreift und mit der Bischofsmütze auf dem Kopf im November die ersten Klassen besucht.

Im Kassenbericht von Rita Herkenhoff stach die mit 151 Euro geringe Summe von erstmalig gezahlten Mitgliedsbeiträgen in der Gesamtsumme von rund 2000 Euro hervor. Zwar steige die Zahl der Vereinsbeitritte mittlerweile wieder leicht, aber längst nicht alle neuen Grundschuleltern würden auch Mitglied im Förderverein, sagte sie. Die Zunahme führte die Kassenführerin auch auf persönliche Anschreiben an die Eltern nach Aktionen des Fördervereins für deren Kinder zurück. Andererseits gebe es Mitglieder, deren Kinder die Schule längst verlassen haben, die dann anlässlich einer folgenden, jährlichen Beitragsabbuchung austreten. Unterm Strich sank die Mitgliederzahl laut Rita Herkenhoff binnen Jahresfrist um 17 auf aktuell 136. Dorothe Schlüter berichtete, dass manche Eltern Einzelspenden einer Mitgliedschaft vorzögen. Ivonne Lehmkuhl stellte klar, dass der Förderverein Mitglieder brauche und auch solche, „die bereit sind, mal zu helfen“.

Die größten Einzelposten im Etat sind eine Theaterwerkstatt mit 1800 Euro und ein theaterpädagogisches Angebot mit 1500 Euro, das für die anstehende Projektwoche im voraus bezahlt wurde. Möglich sind diese Ausgaben, weil sich jeder Euro an Mitgliedsbeiträgen durch Spenden, Sponsoring und Zuschüsse vervielfache, hieß es aus dem Vorstand.

Die Anschaffungs-Wunschliste der Schule segnete die Versammlung ab: sechs CD-Spieler, Instandsetzung von Leihfahrräder für die Verkehrserziehung, die Anschaffung von Büchern für die Projektwoche „Lese-Welten“. Darüber hinaus will der Förderverein in Wechselrahmen für Ausstellungen und eine Bühne investieren, sobald der anstehende Brandschutz-Umbau des Forums abgeschlossen ist.

Was der Förderverein finanziert: Regelmäßig für die einzelnen Jahrgänge finanziert der Förderverein der St.-Georg-Grundschule den Besuch des Nikolauses bei den neuen Erstklässlern, Autorenlesungen, Erste-Hilfe- und Selbstbehauptungskurse. In diesem Schuljahr trat erstmalig eine Kreativaktion an die Stelle der Karnevalsfeier für Zweitklässler. Dazu kommen die Präventionsprogramme „Mein Körper gehört mir“ und „Die Nein-Tonne“ und Besuche von Märchenerzählerinnen. Darüber hinaus kümmert sich der Förderverein um Schul-T-Shirts für Schüler, das Café zur Einschulung und Kaffee und Waffeln am Anmeldetag für angehende Erstklässler. Des Weiteren finanziert der Verein Anschaffungen und Aktionen der Schule mit. In diesem Jahr ist er zusammen mit der Schule der Offenen Ganztagsgrundschule (OGS) beim Aktionstag „Bioenergiepark . . . einfach mal anders“ Anfang September dabei.