Die Klasse 3a der St.-Georg-Grundschule gestaltet einen digitalen Adventskalender für das Seniorenzentrum
 
Kinder möchten ein Licht für andere sein

Saerbeck - Es sind vor allem die vielen kleinen Dinge, die zählen und mit denen man ein Licht für andere sein kann.

Von Katja Niemeyer

Am kommenden Montag macht sich die Klasse 3a der Grundschule auf dem Weg zum Seniorenzentrum am See, um ihren selbst gestalteten Adventskalender abzuliefern. Foto: red

 
 

Schülerinnen und Schüler der Klasse 3a der St.-Georg-Grundschule haben auf Vorschlag ihrer Lehrerin Lena Buddenkotte einen Adventskalender für das Seniorenzentrum am See in Saerbeck gestaltet. Die Freude und Begeisterung sei nicht nur bei den Kindern groß gewesen, berichtet die Lehrerin. Auch die Leitung des Seniorenzentrums habe das Vorhaben begrüßt.

Hinter jedem Türchen soll sich eine kleine Geschichte verstecken, die von den Kindern der Klasse vorgelesen, aufgenommen und mittels eines QR-Codes an das Seniorenzentrum weitergegeben wird. Passend zum Handlungsstrang der Geschichte werden kleine, selbst gemachte Geschenke ergänzt.

Die Schüler seien voller Vorfreude mit den Vorbereitungen gestartet und von ihren Eltern zu Hause unterstützt worden. „Nun sind sie schon ganz gespannt auf den kommenden Montag“, teilt Lena Buddenkotte weiter mit. An dem Tag machen sie sich auf den Weg zum Seniorenzentrum – im Gepäck einen kleinen Tannenbaum, geschmückt mit den 24 QR-Codes, und eine Kiste „liebevoll gestalteter Aufmerksamkeiten“.

Dieses Handeln aus Nächstenliebe sei vor allem in der aktuellen Coronakrise wichtiger als je zuvor, findet die Lehrerin. Daher werde dieser Adventskalender in der für alle eher einsamen Advents- und Vorweihnachtszeit ein Lichtblick für die Senioren sein. Den Kindern bereite er bei den Vorbereitungen und der Gestaltung viel Freude und lasse Weihnachtsstimmung aufkommen. „Eine Erfahrung für die Kinder, dass das Licht-Sein für andere beziehungsweise die Zuwendung zu den Mitmenschen bereichernd sein kann, die hoffentlich noch lange anhalten wird“, betont Lena Buddenkotte.

Der Gestaltung des Adventskalenders war eine Auseinandersetzung innerhalb des konfessionell-kooperativen Religionsunterrichts mit den Heiligen der Kirche vorausgegangen. Diese fungieren als Vorbilder für ein Handeln, das von Nächstenliebe geprägt ist. Nachdem sie sich mit den Heiligen befasst hatten, sammelten die Schüler eigene, lebensweltbezogene Situationen, in denen sie ein Licht für andere sein können. „Ein Licht für andere sein“, wie der Heilige Martin, der seinen Mantel in einer kalten Winternacht mit einem armen Bettler teilte, oder wie die Heilige Elisabeth, die die Kranken und Armen täglich mit Brot versorgte, klinge erst einmal unerreichbar, meint Lena Buddenkotte. „Doch es sind vor allem die vielen kleinen Dinge, die zählen und mit denen man ein Licht für andere sein kann.“